Über ihr Leben und die Fotografie:
 
Studiert habe ich Philosophie und Theaterwissenschaft – meine Leidenschaft für Menschen, für Fragen, für Geschichten und das Leben selbst: Durch die Fotografie hat sich mir ein Weg gezeigt, sie auszuleben und mit dem Betrachter in einen Dialog zu treten.
 
Zur Zeit arbeite ich als Flugbegleiterin, was vornehmlich zwei Dinge mit sich bringt: Neue Blickwinkel und neue Orte. Obwohl ich meine Heimatstadt Speyer liebe, sehe ich vor allem im Fremden einen Reiz. Unterwegs (privat und beruflich) lasse ich mich treiben, schlendere durch Städte, spreche mit vielen fremden Menschen und sammle ihre – und meine – Geschichten. Fotografien, aufgenommen in den unterschiedlichsten Ländern und Momenten, irgendwann zwischen damals und heute, irgendwo zwischen Indien, Argentinien und hier.
 
Ich habe mich in den letzten Jahren nahezu ausschließlich der Momentaufnahme gewidmet, diesen wahnsinnig flüchtigen Augenblicken, von der Zeit abgeschnitten und auf ihre ganz eigentümliche Weise konserviert – oder um den Schriftsteller Sam Savage zu zitieren: „Das Klicken der Kamera schneidet das Gezeigte von der Zeit ab wie eine Guillotine.“
 
Begegnungen, Geschichten und Erinnerungen, Menschen, Orte und Situationen, das Leben selbst; losgelöst von Zeit und Raum lassen sich neue Zusammenhänge sehen. Manchmal sind es kleine Details, oft nur ein Gefühl, das mich den Auslöser drücken lässt – ein winziger Ausschnitt der Welt aus einem persönlichen Blickwinkel, das ist: life in pieces.